Kreditkarten Vergleich

Kreditkarte: kostenlos & praktisch

Kreditkarten sind mittlerweile auch in Deutschland unverzichtbar, denn insbesondere im Online-Handel sind sie ein unverzichtbares Zahlungsmittel. Müssen Sie bei einer Banküberweisung zunächst warten, bis der Betrag beim Händler gutgeschrieben ist, können Sie sich mit Kreditkarten auf eine sofortige Auslieferung verlassen. Darüber hinaus lässt sich mit einer Kreditkarte weltweit bargeldlos einkaufen oder Geld an Automaten abheben. Vor allem im Ausland hat sich die Kreditkarte zur Bargeldversorgung in der Landeswährung etabliert, da diese von einigen Anbietern kostenlos angeboten wird.

Kreditkarten vergleichen

Mit einem Kreditrahmen, der bei den meisten Karten eingeräumt wird, erhalten ein weiteres Stück finanzielle Freiheit. Abhängig vom Vertrag können Sie die Umsätze entweder einmal monatlich mit der Kreditkartenabrechnung abbuchen lassen oder Sie profitieren von einer Teilzahlungsfunktion, ähnlich wie bei einem Ratenkredit. Diese erlaubt die Rückzahlung des Kartenumsatzes in flexiblen Monatsraten, wobei allerdings Zinsen anfallen. Für die Zeitspanne zwischen Einkauf und Kreditkartenabrechnung fallen dagegen keine Zinsen an. Die Zeitspanne variiert je nach Kartenart und Anbieter, so dass sich ein genauer Vergleich lohnt, um den Anbieter mit den besten Bedingungen herauszufinden.

Kreditkarten-Vergleich
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Kreditkarten bringen ein Stück zusätzliche finanzielle Freiheit, gerade wenn Sie viel auf Reisen gehen oder im Internet einkaufen wollen.

Breite Akzeptanz: Visa oder MasterCard

Die Akzeptanz der Kreditkarten unterscheidet sich hinsichtlich der Anbieter. In Deutschland sind die MasterCard und die Visa die dominierenden Unternehmen, sie teilen sich rund 90 Prozent des Marktes. Diners Club und American Express müssen sich mit den restlichen zehn Prozent begnügen. Dementsprechend gestaltet sich die Akzeptanz bei den Händlern und Dienstleistern.

Visa und MasterCard werden nur von Banken ausgegeben und sind in ihren Einsatzmöglichkeiten als gleichwertig anzusehen. Verfügt Visa über rund 24 Millionen Akzeptanzstellen weltweit, von denen rund 500.000 auf Deutschland entfallen, kann MasterCard mit rund 27 Millionen Akzeptanzen global aufwarten, davon in Deutschland rund 450.000. Bei den nutzbaren Geldautomaten können beide Anbieter auf rund eine Million weltweit verweisen. Für Deutschland sind also keine Unterschiede erkennbar, allerdings sollten Sie vor Auslandsreisen prüfen, welche Karte im Zielgebiet bevorzugt akzeptiert wird.

Flexibilität

Kreditkarten bieten neben der bequemen bargeldlosen Zahlungsart und der flexiblen Versorgung mit Bargeld insbesondere einen zusätzlichen finanziellen Verfügungsrahmen. Abhängig von der vertraglichen Gestaltung und der persönlichen Bonität wird ein zusätzlicher Kredit eingeräumt, der nach Bedarf abgerufen werden kann, zum Beispiel durch die Nutzung der Karten bei Einkäufen oder Online-Transaktionen. Die Bezahlung des Kartenumsatzes erfolgt zum Teil erst nach Wochen, wenn die Kreditkartenabrechnung erstellt wird. Allerdings sollten Sie im Vorfeld die Modalitäten in einem fundierten Vergleich recherchieren, denn es gibt hier große Unterschiede.

Erstellt der eine Anbieter die Kreditkartenabrechnung einmal monatlich und bucht den fälligen Betrag erst nach mehr als vier Wochen ab, erfolgt die Abbuchung bei anderen bereits zwischen zwei und fünf Tagen nach Abrechnung. Bei cleverer Planung können Sie die Bezahlung größerer Anschaffungen oder auch von Reisebuchungen so bequem bis zur nächsten Gehaltsauszahlung verschieben. Haben Sie eine Karte ausgewählt, die die ratierliche Rückzahlung der Kartenumsätze eröffnet, müssen Sie zwar Zinsen dafür bezahlen, haben aber die Möglichkeit, größere Summen bequem zurückführen zu können. Damit erreichen Sie eine enorme finanzielle Flexibilität, weil Sie die Rückzahlung Ihren individuellen Verhältnissen anpassen können. Die Kreditkartenabrechnung wird Ihnen in jedem Fall monatlich per Post zugeschickt.

Auszahlung am Geldautomaten

Die Bargeldabhebung mit einer Kreditkarte ist unkompliziert möglich, allerdings bei vielen Anbietern mit Kosten verbunden. Auch diese Kostenstruktur sollten Sie in einem fundierten Vergleich recherchieren, wenn Sie die Kreditkarte zur Bargeldversorgung im In- oder Ausland einsetzen möchten. Im Gegensatz zur EC-Karte sind die Kosten nämlich oft gar nicht so dramatisch. Setzen Sie im Gegenzug Ihre EC-Karte an Automaten ein, die nicht zu Ihrer Bank oder der betreffenden Kooperation gehören, werden Gebühren von 2,95 bis 6,95 Euro für die Geldabhebung fällig. Bei der Kreditkarte fällt in der Regel ein Euro an, wenn die Automaten der eigenen Bank genutzt werden.

Bei bankfremden Geldautomaten werden meist zwischen zwei und fünf Prozent der abzuhebenden Summe erhoben. Allerdings gibt es durchaus einige Anbieter, die kostenlose Barabhebungen im In- und im Ausland ermöglichen. Es ist also wichtig, von vornherein den passenden Anbieter auszuwählen und das eigene Verhalten auf die reellen Möglichkeiten der jeweiligen Karte auszurichten, um nicht mit extrem hohen Gebühren zusätzlich belastet zu werden. Bei der Bargeldabhebung ist die PIN notwendig, die üblicherweise separat freizuschalten ist.

Schutz vor Diebstahl

Wird die Kreditkarte gestohlen oder ist abhanden gekommen, können Sie die Karte sofort sperren lassen. Dazu überlässt Ihnen der Anbieter eine zentrale Rufnummer, die Sie immer mit sich führen sollten. Die Nutzung der Karte wird somit sofort gestoppt, so dass größere Schäden vermieden werden. Allerdings sollten Sie immer darauf achten, Ihre Karte zu schützen und sorgfältig aufzubewahren. Schließlich gilt sie als bargeldloses Zahlungsmittel, das nur mit einer Unterschrift, die sich auf der Rückseite befindet, eingesetzt werden kann. Die kontaktlose Nutzung einer Kreditkarte wird deswegen in Deutschland extrem limitiert, um auf diese Weise den Missbrauch von vornherein eingrenzen zu können. Ihre Karte ist zudem gegen Diebstahl oder Datenmissbrauch versichert, so dass die Schäden durch den Anbieter getragen werden, solange Sie nicht fahrlässig gehandelt haben.

Sonderangebote und Rabatte

Die oft integrierten Bonusprogramme sind sehr vielfältig und teilweise auch unübersichtlich. Entweder werden Punkte mit dem Umsatz angesammelt, die sich in verschiedene Prämien eintauschen lassen, oder Sie erhalten Rabatte und andere Gutschriften. Beispielsweise werden bei einigen Karten Flugmeilen gutgeschrieben, wenn Sie mit der Karte Umsätze tätigen, oder Sie können Mietwagen bei der Buchung mit einzelnen Karten günstiger erhalten. Die Programme sind sehr unterschiedlich gestaltet, so dass Sie auch hier in einem Vergleich einen Überblick erhalten können. Gängig sind dagegen die eingeschlossenen Versicherungen, zum Beispiel Reiserücktritts- oder Reisekrankenversicherungen, die meist ab einer Gold-Karte kostenlos enthalten sind. Da sich die Angebote auch in diesem Punkt unterscheiden, sollten Sie unbedingt die jeweiligen Bedingungen konsultieren.

Übersichtliche Abrechnungen

Die Kreditkartenabrechnung erfolgt einmal monatlich und wird per Post zugeschickt. Darauf finden Sie alle Umsatzpositionen für den ausgewiesenen Zeitraum, so dass Sie die Abrechnung mit Ihren Belegen abgleichen können und dies auch tun sollen, um die missbräuchliche Nutzung auszuschließen. Außerdem wird klar ausgewiesen, wann der Betrag dem angegebenen Referenzkonto belastet wird bzw. welche Rate per Abbuchung oder Überweisung auszugleichen ist. Abhängig von der vertraglichen Gestaltung können Sie die Höhe der monatlichen Rate selbst wählen. Sie sind mit der Kreditkartenabrechnung also in der Lage, rechtzeitig für die Verfügbarkeit des benötigten Betrages zu sorgen.

Welche Arten von Kreditkarten gibt es?

Grundsätzlich gibt es die ursprünglichen und klassischen Kreditkarten, die dem Karteninhaber einmal monatlich alle eingekauften Waren oder bezahlten Dienstleistungen in Rechnung stellen. Diese Rechnung wird dann entweder direkt mit dem Guthaben des Referenzkontos ausgeglichen oder kann in Raten abbezahlt werden. Dabei können Kunden jeweils fünf, zehn oder 50 Prozent des Rechnungsbetrages monatlich zurückführen - je nachdem, wie die vertraglichen Vereinbarungen genau gestaltet sind. Darüber hinaus gibt es aber auch Firmen-Kreditkarten, die zum Beispiel von Handelsunternehmen oder Dienstleistern für das eigene Angebot ausgegeben werden, oder auch aufladbare Kreditkarten. Diese Prepaid-Angebote sind insbesondere für Personen geeignet, deren Bonität den Erwerb einer echten Kreditkarte, die immer mit der Kreditprüfung einhergeht, unmöglich macht. Des Weiteren unterscheiden sich die verschiedenen Angebote noch nach der vertraglichen Konstellation, da die einzelnen Kreditkartengesellschaften mit den verschiedensten Banken zusammenarbeiten, die wiederum eigene Vertragsgestaltungen vornehmen.

Kreditkarten mit Konto beim Anbieter

Die Bankkreditkarten beziehen sich in erster Linie auf das einträgliche Geschäft mit Konsumentenkrediten und sind mit einem eigenen Kreditvolumen ausgestaltet. Führt eine Person ein Girokonto bei einer Bank, das regelmäßige Einnahmen und stabile finanzielle Verhältnisse signalisiert, wird in der Regel eine Kreditkarte angeboten, die ein zusätzliches Limit einräumt. Die direkte vertragliche Bindung an die kontoführende Bank ist das typische Kennzeichen dieser Angebote. Zum einen wird der Kreditkartenbetrag direkt vom Giro-Konto belastet, zum anderen berechnet die ausgebende Bank auch die Zinsen für die Summe, die nicht fristgemäß zurückgeführt worden ist. Da in den meisten Fällen auf die Angebote der großen Kreditkartengesellschaften zurückgegriffen wird, können bei einer Bank parallel Master- und Visa-Karten geführt werden.

Kreditkarten mit Konto bei einer Kreditgesellschaft

Die Geschichte der Kreditkartengesellschaft geht in das letzte Jahrhundert zurück, als die Fanklin National Bank von Rockville Center mit ihrer Kreditkarte neue Wege beschritt. Schnell verbreitete sich dieses Geschäftsmodell, zum Beispiel kamen 1958 die Bank of America und 1959 die Chase Manhattan Bank hinzu, und im Jahr 1968 konnten in den USA bereits bei jeder zehnten Bank Kreditkarten erworben werden. Allerdings waren die Gültigkeiten regional noch stark begrenzt. Aus der Ausdehnung, die im Laufe der Jahre auch die nationalen Grenzen überwinden konnte, entstanden die MasterCard- und Visa-Organisationen. Die Kreditkartengesellschaften werden aber nicht nur von Banken genutzt, um den Kontoinhabern eine interessante Möglichkeit einzuräumen, auch Kreditgesellschaften selbst stehen mit Ihrem Angebot zur Verfügung. So ist es heute durchaus üblich, eine vollkommen vom Giro-Konto unabhängige Kreditkarte zu erwerben. Zur Belastung muss zwar ein Konto als Referenz angegeben werden, allerdings muss oder kann dieses nicht zwangsläufig bei der betreffenden Bank sein. Eine klassische American Express Karte zum Beispiel funktioniert immer unabhängig von der jeweiligen Kontoverbindung.

Firmenkreditkarten

Heute gehören Firmenkreditkarten zum Angebot der meisten größeren Dienstleister oder Handelsketten. Neben Lufthansa- und Amazon-Cards bieten zum Beispiel auch IKEA eine Familycard oder der MediaMarkt die Ratenzahlung seiner Waren über einen Kreditkartenrahmen an. Die Karten tragen zwar den Namen der jeweiligen Dienstleister oder Händler, allerdings wird der zusätzliche Kreditrahmen bei einer vertraglich gebundenen Bank zu ganz unterschiedlichen Konditionen eingeräumt. Für Kunden hat das den Vorteil, dass zusätzlich zur eigentlichen Kreditkarte ein weiterer Verfügungsrahmen genutzt und interessante Rabatte beim Kauf von Dienstleistungen oder Waren des jeweiligen Unternehmens in Anspruch genommen werden können. Allerdings spielt das Kleingedruckte bei den vertraglichen Vereinbarungen durchaus eine Rolle, denn die Konditionen sind meist schlechter, als dies bei den klassischen Kreditkarten üblich ist.

Prepaid Kreditkarten

Diese speziellen aufladbaren Karten räumen keinen zusätzlichen Kredit ein, sondern funktionieren auf Guthabenbasis. Der Karteninhaber muss also zunächst Geld bis zu einem festgelegten Limit einzahlen, um dann auf die Kreditkarte innerhalb dieses Limits zugreifen zu können. Das schränkt den Einsatz etwas ein, da die Akzeptanzstelle online angebunden sein muss. Nur so kann das Überziehen des Guthabens verhindert werden. Deswegen ist eine Vielzahl dieser Karten nicht hochgeprägt, allerdings nehmen die Anzahl und das Ansehen der Prepaid-Karten auf Guthabenbasis ständig zu. Die Vorteile für einige Personenkreise sind nämlich nicht von der Hand zu weisen, zum Beispiel kann bei Kartendiebstahl nur auf das vorhandene Guthaben zugegriffen werden. Damit eignen sich diese Angebote nicht nur für Personen, deren fehlende Kreditwürdigkeit eine klassische Alternative mit separatem Kreditvolumen nicht zulässt, sondern auch für Jugendliche, die noch nicht volljährig sind. Die Anzahl der Banken und Anbieter in Deutschland und der Schweiz nimmt stetig zu, selbst Karten-Angebote mit Guthabenverzinsung sind am Markt zu finden.

Grundsätzlichen funktionieren Prepaid-Karten auf die gleiche Weise wie die klassischen. Genau zu prüfen sind im Vorfeld die Gebühren, die sich durchaus unterschiedlich gestalten können. So kommt es eben vor, dass sogar für das Aufladen der Karten oder auch die Benutzung Kosten in Rechnung gestellt werden. Allerdings gibt es auch kostenlose Angebote, die in der Funktionalität kaum Einschränkungen aufweisen. Zu bedenken ist, dass bei ausländischen Herausgebern das eingezahlte Guthaben unter Umständen nur durch eine beschränkte oder keine Einlagensicherung geschützt ist. Das Guthaben unterliegt aber in jedem Fall der Pfändung, so dass betroffene Personen die Nutzung genau abwägen müssen. Eine Alternative könnte ein Pfändungsschutzkonto sein, das zumindest den monatlichen Freibetrag vor dem Zugriff sichern kann.

Virtuelle Kreditkarten

Virtuelle Kreditkarten können ausschließlich für Käufe im Internet oder per Telefon eingesetzt werden, da sie nicht als physische Karte ausgestellt, sondern lediglich in ihren Funktionen zur Verfügung gestellt werden. Sie funktionieren auf Guthabenbasis, so dass auch eine Kreditprüfung entfällt. Zur Nutzung werden lediglich eine Kreditkartennummer, das Verfallsdatum sowie die Prüfnummer (Card Verification Code) ausgegeben. Eine Nutzung in Geschäften oder zur Bargeldabhebung ist also ausdrücklich nicht möglich. Im Vergleich zu den Prepaid-Karten zeichnen sich virtuelle Karten durch niedrige Gebühren und eine hohe Flexibilität aus. So können zum Beispiel bei einigen Anbietern vor Internetkäufen kostenlos jeweils neue Kreditkartennummern generiert werden, um ein äußerst hohes Maß an Sicherheit zu erreichen.

Daily Charge Kreditkarten

Diese Kombination aus Charge- und Debitkarten verfügt über ein technisches Kartenkonto, das allerdings auch im Guthabenbereich geführt werden kann. Der zusätzliche monatliche Kreditrahmen wird nur genutzt, wenn das Guthaben auf dem technischen Kartenkonto für die Belastung des Kreditkartenumsatzes, die in jedem Fall sofort erfolgt, nicht ausreicht. Mit der Monatsabrechnung wird der offene Betrag dann direkt und komplett dem Referenzkonto belastet. Somit können keine zusätzlichen Zinsen oder Gebühren zustande kommen.

Charge Karten

Dies ist die in Deutschland am meisten verbreite Art von Kreditkarten. Die monatliche Rechnung wird entweder sofort oder innerhalb einer festgelegten Frist fällig. Damit kann der Inhaber über einen zinslosen Kredit zwischen der Nutzung der Karte und der Fälligkeit der Rechnung verfügen. Eine relativ neue Variante ist das Charge- and- Credit-Verfahren, das eine Mischung aus Debit- und Charge-Karten darstellt. Das Limit bezieht sich demnach auf die Einzahlungssumme und kann zwischen 25 und 100 Prozent liegen. Für den zum Guthaben zusätzlichen Kreditanteil muss der Karteninhaber wie bei jeder anderen Kartenart auch Zinsen bezahlen. Die genaue Gestaltung hängt dabei von der jeweiligen Bank ab. Da dieses Verfahren bevorzugt von Banken außerhalb Europas verfolgt wird, die keine Bonitäts- oder Kreditprüfung wie in Deutschland durchführen, werden diese Angebote formlos unterbreitet.

Debitkarten

Eine Debitkarte sieht die sofortige Belastung des Referenzkontos nach Karteneinsatz vor. Als weit verbreitete Beispiele können die Girocard, die von Visa ausgegebene V PAY oder die Maestro-Card genannt werden. Diese Debitkarten verfügen nicht über eine Hochprägung und können damit nicht überzogen werden. Da sie eigene Akzeptanzzeichen besitzen, gibt es auch ein eigenes Netz von Akzeptanzstellen, so dass sie generell nicht als Kreditkarten eingestuft werden. Allerdings sind in den USA durchaus Master-Card- oder Visa-Debitkarten verbreitet, die die Kreditkarten-Akzeptanzzeichen der Organisationen besitzen. Auch in Deutschland sind diese Karten nicht von Charge- oder echten Kreditkarten zu unterscheiden, da der in anderen Ländern, wie zum Beispiel den USA oder Großbritannien, übliche Aufdruck DEBIT fehlt.

Die wichtigsten Kreditkarten

In Deutschland sind vor allem VISA und MasterCard verbreitet. Mit diesen beiden Karten kann man praktisch überall bezahlen, wo Kreditkarten akzeptiert werden.

MasterCard

Eine der beiden großen und international agierenden Kreditkartengesellschaften ist die MasterCard Incorporated, die an Banken in aller Welt Lizenzen für die Kartenausgabe und -akquise erteilt. Weltweit gibt es rund 35 Millionen Vertragsunternehmen sowie rund eine Million Auszahlungsstellen. Allein in Deutschland wird die MasterCard von rund 515.000 Vertragsunternehmen anerkannt.

Produkte von MasterCard

MasterCard tritt mit unterschiedlichen Produkten auf: Aus der zwischen 1964 und 2003 in Europa gültigen Eurocard wurde die klassische Kreditkarte Mastercard. Des Weiteren gibt es in Europa die Debitkarten Maestro, Debit Mastercard oder Mastermoney in den USA und die Mastercard electronic in Osteuropa oder Asien sowie für die Bargeldversorgung die Cirrus-Karte. Die Mastercard Prepaid kann per Dauerauftrag oder Überweisung aufgeladen werden, so dass das persönliche Kreditlimit nicht überzogen werden kann. Für Jugendliche ist die Mastercard prepaid Jugendliche gedacht, die für spezielle Angebote gesperrt werden kann. Um die Sicherheit bei Internet-Transaktionen zu gewährleisten, wird die Zahlungsform Mastercard Securecode angeboten. Seit im Jahr 1951 von der Franklin Bank in New York City die erste Karte ausgegeben wurde, hat sich die Verbreitung enorm entwickelt. In rund 210 Ländern kann sie effektiv eingesetzt werden und nimmt mit 4,2 Milliarden US-Dollar Umsatz im Jahr 2013 nach American Express und Visa den dritten Platz der wertvollsten Kreditkarte-Marken der Welt ein.

Mastercard Paypass

Das sogenannte Paypass-Logo ermöglicht eine kontaktlose Zahlung, die durch einen Funkchip umgesetzt wird. Allerdings sind für die Zahlungsart Limits vereinbart, die in der Eurozone bei 25 Euro liegen, da der Karteninhaber nicht authentifiziert werden muss. Bei höheren Zahlungen muss also entweder eine Unterschrift oder die Eingabe der PIN vorgenommen werden. Die Auswahl der Methode hängt zum einen von der Einstellung der Karte und zum anderen vom Markt ab, da in einigen Ländern noch die kontaktbehaftete Transaktion obligatorisch ist. Die Paypass-Funktion kann sowohl für Kreditkarten, die dann Mastercard Paypass heißt, als auch für Debitkarten, die dann als Maestro Paypass erworben werden kann, eingerichtet werden. Dementsprechend wird der Betrag entweder vom Konto belastet oder muss vorher aufgeladen werden. Die Papypass-Funktionen können aber auch mit sogenannten RFID-Stickern erreicht werden.

Mastercard Displaycard

Die Standard Chartered Bank gibt seit Ende 2012 eine neue Karte heraus, die sowohl einen Bildschirm als auch eine Tastatur enthält. Dabei handelt es sich um die sogenannte Mastercard Displaycard, die alle Funktionalitäten der Mastercard und darüber hinaus berührungssensitive Tasten und eine monochrome Anzeige enthält, um eine Authentifizierung durchführen zu können. Damit sollen Betrugsfälle bei Internet-Transaktionen effektiv vermieden werden.

Visa

Die Visa International Service Association - oder abgekürzt Visa - gehört zu den größte internationalen Gesellschaften für Kredit-, Debit- und Guthabenkarten. Sie vergibt an Banken in der ganzen Welt Lizenzen für die Kartenausgabe und für die Abrechnung der Vertragsunternehmen. Für Europa ist die Niederlassung in London-Westminster zuständig, wobei zum Einzugsbereich auch die Türkei und Israel gehören. Organisiert wird der Geschäftsbetrieb in den einzelnen Ländern durch Domestic Members.

Unternehmensgeschichte

Die Vica-Card ist aus der früheren BancAmericard entstanden, als die Americard Inc. von 243 verschiedenen Banken gegründet wurde. Die Umbenennung in Visa erfolgte 1976. In Deutschland wurden die Karten zwischen 1981 und 1987 ausschließlich durch die Banc of America ausgegeben, bis die spätere Santander Direkt Bank AG die Mitgliedschaft im Jahr 1987 übernahm. Andere Banken folgten, so zum Beispiel die Citibank Privatkunden AG und die Noris Verbraucherbank im Jahr 1988, die SGZ Bank sowie die Postbank im Jahr 1992 und der Sparkassen- und Giroverband 1995. Mit dem größten Börsengang in der US-Geschichte konnte Visa Inc. am 19.3.2008 ein Emissionsvolumen von rund 17,86 Milliarden US-Dollar einspielen. Die Nachfrage war so stark, dass am Tag darauf weitere 40,6 Millionen Aktien aufgelegt wurden, so dass insgesamt 177 Millionen gehandelt werden konnten. 4.600 europäische Mitgliedsbanken vereinten sich zum Visa Europe Verband, der im Jahr 2004 als Unternehmen eingetragen wurde, in London ansässig ist und 2007 eine exklusive und unbefristete sowie unwiderrufliche Lizenz in Europa erhielt. Allein in Deutschland sind mehr als 2.500 Banken und Sparkassen mit der Ausgabe der Visa-Karten beauftragt. Mit verschiedenen Sondertarifen, Gebührennachlässen oder auch in Verbindung mit Girokonten, die die Visa-Karte als kostenlosen Zusatz führen, prägen die einzelnen Anbieter den Markt. Die dauerhaft kostenlose Nutzung wird oft in Form einer Charge Karte realisiert, bei der eine Kreditkartenabrechnung monatlich erfolgt und direkt per Lastschrift vom Referenzkonto abgebucht wird.

Produkte von Visa

Neben der Visa Classic und der Visa Premiun, die in Gold-, Platin -und Infinite-Ausführungen, letztere ausschließlich durch die UniCredit Bank AG, erhältlich sind, können Geschäftskunden über die spezielle Business-Karte Visa Commercial verfügen. Ein besonderer Service wird für große Unternehmen oder Behörden angeboten, die ihre Visa-Karten im eigenen Design gestalten können. Als Debitkarte von Visa ist Visa Electron in Europa verbreitet, die sich ausschließlich im Internet oder zum Einkaufen einsetzen lässt. Sie ist nicht hochgeprägt, kann aber sowohl als Debit- oder Prepaid- als auch als Kreditkarte ausgegeben werden. Auch Visa bietet die Möglichkeit, kontaktlos zu bezahlen: Mit der Visa payWave Card erfolgt die Bezahlung per Near Field Communication, so dass die Zahlung innerhalb eines gesicherten Systems abgewickelt wird. In Kooperation mit der DKB wurde ein Projekt gestartet, das eine Visa CodeSure Karte mit Tastenfeld austestet. Ein zufälliger Sicherheitscode wird auf diesem Wege generiert und soll zur größeren Sicherheit beitragen. Die reine Bargeld-Karte PLUS kann an den gleichnamigen Geldautomaten weltweit zum Bargeldbezug genutzt werden, ein Beispiel dafür ist die Sparcard der Postbank.

American Express

Die American Express Company wird oft als Amex, Amexco oder AmEx abgekürzt und tritt als Finanz- und Reisedienstleister auf. Der Hauptsitz des Unternehmens ist in New York City. Die Kreditkarten und Reisechecks gehören ebenso zur Produktpalette wie verschiedene Bank- und Investmentdienstleistungen sowie Versicherungen.

Unternehmensgeschichte

Henry Wells, John Butterfield und William George Fargo gründeten American Express bereits im Jahr 1850 als Eilzustelldienst, der in Ermangelung einer staatlichen Postzustellung und angesichts des enormen Bedarfs während der Expansion in den Westen der USA schnell sehr erfolgreich wurde. Zunächst transportierten die Expresskuriere per Pferd oder Postkutsche die Korrespondenz, Fracht und Sendungen zuverlässig über den ganzen Kontinent, so dass sich die Marke American Express sehr gut etablieren konnte. Vor allem Banken wussten die Dienstleistungen von Beginn an sehr zu schätzen, so dass das Unternehmen sich auf den Transport von Aktienzertifikaten, Gold, Bankgütern und Währungen als rentableren Geschäftszweig spezialisierte. Bereits ab 1882 trat Amex als direkter Konkurrent zur US-Post auf und erweiterte das Angebot um Postanweisungen, gefolgt von den ersten Reisechecks im Jahr 1890. Im Jahr 2008 avancierte American Express zur wertvollsten Kreditkarten-Marke weltweit, die mit 24,8 Milliarden US-Dollar Umsatz die Konkurrenzten MasterCard und Visa auf die Plätze verweist. Das Unternehmen trennte sich im Jahr 2008 von seiner American Express Bank Ltd. für 823 Millionen US-Dollar. Seither firmiert die Bank unter Standard Chartered, so dass die in Frankfurt am Main stationierte American Express Bank GmbH seit 2008 ebenfalls als Standard Chartered Bank (Germany) GmbH firmiert. Die Genehmigung der FED, der US-amerikanischen Zentralbank, zur Umwandlung des Unternehmens in eine Bank, um Subventionen aus dem staatlichen Hilfsprogramm beziehen zu können, wurde im Jahr 2008 positiv beschieden. Die Finanzkrise seit 2007 macht sich bei American Express stark bemerkbar, da wegen Kreditausfällen und durch die hohe Arbeitslosigkeit Gewinnrückgänge in dramatischer Höhe realisiert werden mussten.

Bonusprogramme bei Amex

Mit dem Membership Rewards wird insbesondere für deutsche Karteninhaber ein Bonusprogramm angeboten, bei dem Punkte durch Umsatz gesammelt werden, die nicht verfallen. Mit Sonderaktionen können Extrapunkte generiert werden. Zur Einlösung der Punkte stehen ein umfangreiches Prämienangebot und die Möglichkeit zur Verfügung, die Punkte in andere Programme zu transferieren. So können zum Beispiel Prämienflüge bei den Gold-, Platinum- oder Centurion-Karten eingetauscht oder Punkte bei Peek & Cloppenburg sowie Ansons´s zur Bezahlung eingesetzt werden. Die Abwicklung der Bonusprogramme Payback, bahn.bonus oder bahn.bonus comoft übernimmt die Amex-Tochtergesellschaft Loyality Partner.

Diners Club

Die älteste Kreditkarte wurde initiiert von Frank McNamara, einem Geschäftsmann, der zunächst Restaurants von seiner Idee überzeugen konnte. Eine Legende besagt, dass er seine Geldbörse bei einem Restaurantbesuch vergessen haben soll. Um sich diese Peinlichkeit für die Zukunft zu ersparen, gründete er sein Kreditkartenunternehmen. Er stellte 1950 die erste Karte für 27 Restaurants aus, musste zunächst einige Schwierigkeiten überwinden und konnte 1952 mit Alfred Bloomingdale einen renommierten Partner gewinnen. Das Renommee und das gleichnamige Kaufhaus des Millionärs waren die Garanten für den Erfolg. Als börsennotiertes Unternehmen konnte Diners Club Zusatzprogramme, wie zum Beispiel Versicherungen, entwickeln und bereits 1969 in ehemaligen Ostblockstaaten als erstes Kreditkartenunternehmen Geschäfte abwickeln.

Zwar ist die Verbreitung nicht mit denen der Konkurrenten zu vergleichen, aber der Diners Club hat sich insbesondere bei Geschäftsreisenden etabliert. Mit den Flughafen-Lounges, zum Beispiel wurde eine in Frankfurt im Jahr 1977 eröffnet, konnte sich Diners Club einen angesehen Namen durch die besondere Betreuung seiner Kunden machen. In den letzten Jahren bekommt das Unternehmen allerdings starke Konkurrenz, denn auch die Fluggesellschaften bewegen sich in diesem Bereich stärker auf ihre vielfliegenden Kunden zu. Als Besonderheit der amerikanischen Kreditkarten ist zu nennen, dass sie kein offizielles Ausgabenlimit kennen. Allerdings kämpft Diners Club mit Akzeptanzproblemen, so dass die Diners Club-Karte zunehmend von MasterCard-Partnern akzeptiert wird. Seit 1983 gehörte Diners Club zur Citigroup, im Jahr 2009 ging das Unternehmen an die Banc of Montreal. Mit mehr als 18,6 Millionen Akzeptanzstellen konnte ein Kartenumsatz von 7,8 Milliarden US-Dollar erzielt werden (2009).

Konditionen vergleichen

Einige Internetportale bieten den expliziten Vergleich von Kreditkartenangeboten und Konditionen sehr übersichtlich und anschaulich an. Zunächst müssen wesentliche Kriterien vorgegeben werden, wie zum Beispiel:

  • die akzeptable Gebührenhöhe für die Karte wobei auch einige Anbieter kostenlos arbeiten
  • ob Wert auf die kostenlose Bezahlung von Waren und Dienstleistungen im Inland in Europa oder darüber hinaus gewünscht wird
  • ob Bargeldabhebungen ebenfalls kostenlos im Inland, in Europa oder darüber hinaus möglich sein sollen
  • für welchen Nutzerkreis zum Beispiel Selbständige oder Studenten die Karte vorgesehen ist
  • ob ein bestimmter Kartentyp zum Beispiel mit oder ohne Girokonto beim Anbieter oder eine Prepaid-Karte gewählt werden soll
  • ob die Karte für den Travelservice eingesetzt werden soll
  • ob Wert auf Bonus- oder Rabatt-Programme gelegt wird
  • ob bestimmte Versicherungen wie zum Beispiel Reisegepäck- oder ´Reiserücktrittsversicherungen oder andere kostenlos enthalten sein sollen
  • wie hoch die Guthabenverzinsung ausfallen soll
  • wie hoch der effektive Jahreszins sein darf
  • wie die Haftung bei Diebstahl oder Verlust der Karte geregelt ist

Anhand der vorgegebenen Daten erfolgt eine Selektion, die durchaus auch kein Ergebnis bringen kann, so dass nachträglich Veränderungen durchgeführt werden müssen. Beispielsweise können Prepaid-Karten oft nicht alle Ansprüche erfüllen. In einem fundierten Vergleich können Sie bis zu drei Anbieter direkt gegenüberstellen, um zum Beispiel kostenlose Kreditkarten-Angebote hinsichtlich der weiteren Details zu überprüfen. Je besser dabei die Vorgaben in den Vergleich eingegeben werden, desto exakter kann das Ergebnis ausfallen. Sie können zum Beispiel sofort erkennen, ob es sich wirklich um eine kostenlose Karte handelt, oder nur im ersten Jahr die Gebühr erlassen oder ab einem bestimmten Umsatz zurückerstattet wird. Erfahrungsgemäß können die Konditionen für Kreditkarten der deutschen Banken mit denen der unabhängigen Anbieter nur teilweise mithalten. Es macht also durchaus Sinn, sich intensiv mit dem Vergleich der einzelnen Angebote zu beschäftigen.

Nachteile von Kreditkarten

Selbstverständlich hat eine Kreditkarte nicht nur Vorteile, denn über die Kosten und Risiken sollte sich jeder Verbraucher im Vorfeld klar werden. So birgt der zusätzlich abrufbare Kreditrahmen immer die Gefahr, seine eigenen finanziellen Möglichkeiten zu überschätzen. Auch die verzögerte Kreditkartenabrechnung kann zur Unübersichtlichkeit führen, wenn nicht durch ein straffes Geldmanagement entgegengewirkt wird. Der Kreditausfall ist für die Karten-Anbieter ein immer größeres Thema geworden, denn hohe Kreditkartenverbindlichkeiten verursachen enorme Kosten.

Kosten

Grundsätzlich müssen die Händler, der die Zahlung per Kreditkarte akzeptiert, die Gebühren oder Transaktionskosten in Form eines Abschlags tragen. Die Höhe dieses Disagios ist allerdings unterschiedlich, hängt nicht zuletzt von der Branche und dem Transaktionsvolumen des Händlers ab und wird in der Regel von der Kartengesellschaft vorgegeben. Die üblichen drei bis fünf Prozent zuzüglich einer Pauschale pro Transaktion lassen sich aber verhandeln. Der Händler muss außerdem für die Systeme eine Gebühr bezahlen, wobei die Vertragspartner mit einem hohen Umsatzvolumen die Kosten von den Banken rabattiert bekommen können. Unter dem Strich lässt sich festhalten, dass die Kosten für den Händler wesentlich höher ausfallen, als wenn die Zahlung mit einer Debitkarte erfolgt.

So ist es durchaus zu verzeichnen, dass einige Handelsunternehmen die Gebühren auf den Kunden umlegen. Darauf sollten Sie in jedem Fall achten, denn die meisten verzichten darauf. Die reinen Kartengebühren gestalten sich ebenfalls sehr unterschiedlich. Erheben einige Banken für die von ihnen zusätzlich zum Girokonto ausgegebenen Kreditkarten eine Jahresgebühr, die in Einzelfällen wiederum ab einer bestimmten Umsatzhöhe zurückerstattet werden kann, bieten andere kostenlose Kreditkarten an. Für die einzelnen Transaktionen fallen im Inland in der Regel keine Gebühren an, für das Ausland muss dies im Einzelfall geprüft werden. Die Gebühren- und Kostenstruktur wird von der jeweiligen Bank individuell gestaltet, so dass es hier große Unterschiede am Markt gibt. Auch hier bietet sich ein fundierter Vergleich an, in dem alle Anbieter für kostenlose Karten sowie die einzelnen Gebührenstrukturen effektiv aufgelistet werden.

Vergleichsweise hohe Zinsen

Nicht zu verachten sind die Soll-Zinsen, die für eine ratierliche Rückführung von Kreditkartenumsätzen erhoben werden. Bei der kompletten Bezahlung der Umsätze per monatlicher Lastschrift fallen hingegen keine Zinsen an. Vergleichen Sie daher diese Positionen unbedingt im Vorfeld, denn wenn Sie sich für einen Anbieter mit Teilzahlungsfunktion entscheiden, müssen Sie mit höheren Zinsen rechnen, als dies bei Ratenkrediten üblicherweise der Fall ist. Sollten also Kreditkartenumsätze über längere Zeit als Soll-Saldo anstehen, empfiehlt sich unter Umständen die Umschuldung in einen Privat- oder Verbraucherkredit, um unter dem Strich deutlich Kosten zu sparen und den finanziellen Spielraum so wiederherzustellen.

Haftungsrisiko bei Missbrauch

Insbesondere durch Transaktionen im Internet gibt es immer wieder Probleme mit dem Missbrauch von Kartendaten. Schon die Kenntnis dieser Daten reicht nämlich aus, um weitere Belastungen des Kontos durchzuführen, so dass unbefugte Dritte, die sich widerrechtlich Zugang zu diesen Daten verschaffen, erhebliche Schäden anrichten können. Die Kreditkartenanbieter überwachen die Belastungen und nehmen im Bedarfsfall mit Ihnen Rücksprache, falls sie verdächtige Transaktionen erkennen.

Schutz

Aber auch bei den normalen Einkäufen können Daten missbraucht werden. Einen effektiven Schutz bieten einige Programme, wie zum Beispiel "verified by Visa" oder "Mastercard SecureCode". Damit wird sichergestellt, dass die wichtigen Daten wirklich vom Karteninhaber übermittelt wurden, indem der Inhaber ein verschlüsseltes Passwort bei seiner Bank hinterlegt und dieses bei der Transaktion zur Verfügung stellt. Nur wenn sowohl die Kartendaten als auch das richtige Passwort übermittelt werden, wird der Betrag dem Händler freigegeben. Wird eine Kreditkarte gestohlen oder ist auf anderem Weg abhanden gekommen, sollte sofort die Notfall-Rufnummer des Anbieters informiert werden, um die Karte zu sperren. Ab diesem Zeitpunkt haftet der Inhaber nicht mehr für den missbräuchlichen Einsatz.

Schaden

Schäden, die vor der Sperre verursacht wurden, muss der Karteninhaber mit bis zu 50 Euro begleichen. Die Ausnahme bildet die grob fahrlässige Pflichtverletzung, wenn zum Beispiel die Aufbewahrung der Karte nicht sorgfältig erfolgte oder die PIN zusammen mit der Karte verwahrt wurde. So sollte zum Beispiel im Ausland dringend auf das Aufbewahren der Kreditkarte im Auto verzichtet werden. Wird nämlich damit Bargeld abgehoben, geht jedes Gericht davon aus, dass die Geheimzahl in irgendeiner Form verfügbar war. Dieses grob fahrlässig Verhalten führt dazu, dass der Karteninhaber für den Schaden selbst aufkommen muss.

Die detaillierten Haftungsbestimmungen sind in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen geregelt und sollten genau studiert werden. Außerdem ist die Notfall-Rufnummer des Kreditkarten-Anbieters immer mitzuführen, um im Bedarfsfall schnell reagieren zu können. Eine verspätete Meldung wird nämlich ebenfalls als grob fahrlässig eingestuft.

Überschuldungsrisiko

Jeder Kredit führt unweigerlich zu einem Risiko der Überschuldung, wenn er nicht mehr zuverlässig bedient werden kann. Ebenso verhält es sich mit Kreditkarten, insbesondere wenn der Inhaber über mehrere verfügt. Der zusätzliche Kreditrahmen verlockt natürlich dazu, Einkäufe oder Transaktionen über ein vernünftiges Maß hinaus zu tätigen. Die zusätzliche Möglichkeit, sich günstig und unabhängig vom Guthaben auf dem Girokonto mit Bargeld zu versorgen, ist ein weiterer Aspekt, der im Hinblick auf eine drohende Überschuldung zu beachten ist. Die Flexibilität einer Kreditkarte sollte also verantwortungsvoll genutzt werden, indem ein strenges privates Geldmanagement organisiert wird. Kann der Kreditkartenanbieter die Abbuchung nicht ausführen, weil die Deckung auf dem Referenzkonto fehlt, sind erhebliche Probleme vorprogrammiert. Die persönliche Bonität gerät in Gefahr, so dass eine Umschuldung in einen Privatkredit immer schwieriger wird. Je umsichtiger eine Kreditkarte eingesetzt wird, desto größer ist ihr Nutzen.

Schufa Eintrag

Kreditkarteninhaber sollten sich immer darüber im Klaren sein, dass jegliche Karte sowie der Verfügungsrahmen in der SCHUFA sowie den anderen einschlägigen Wirtschaftsauskunfteien registriert werden. Kommt es zu Problemen, wie zum Beispiel Mahnverfahren und -bescheiden, Kontokündigungen oder ähnlichen Zahlungsschwierigkeiten, wirkt sich das sofort auf alle Kreditkarten aus, diese können nämlich direkt gekündigt werden. Es ist also dringend ein verantwortungsvolles Nutzen der Kreditkarte erforderlich, um sich nicht leichtsinnig selbst um die gute Bonität zu bringen.

Gibt es bereits negative Einträge in der SCHUFA, wird kein Anbieter eine reguläre Kreditkarte ausstellen. Alternativen sind in diesen Fällen die Prepaid-Kreditkarten, die vor Benutzung aufgeladen werden müssen. Da sie nur auf Guthabenbasis funktionieren, ist auch keine SCHUFA-Anfrage notwendig. Sie sind in ihrer Funktionalität meist etwas eingeschränkt, ermöglichen aber die Teilnahme am Online-Handel und sind auch im Ausland einsetzbar. Im Vergleich der unterschiedlichen Möglichkeiten können Sie ermitteln, welche Prepaid-Karte kostenlos verfügbar und in welchem Umfang einsetzbar ist.

Kreditkarten werden nicht überall akzeptiert

Nicht jeder Händler oder Geldautomat akzeptiert eine Kreditkarte und der Inhaber hat auch keinen Anspruch darauf, darüber sollten Sie sich im Vorfeld informieren. Das ist zum einen darin begründet, dass Händler für die Nutzung ein Disagio abhängig vom Umsatz abgezogen bekommen. Zum anderen arbeiten nicht alle Geldautomaten-Dienstleister mit den Kartengesellschaften zusammen, denn auch hier werden teilweise hohe Kosten für die Bargeldabhebung fällig. Bevor Sie also Ihre Kreditkarte einsetzen wollen, erkunden Sie sich zunächst, ob diese auch akzeptiert wird. In Deutschland sind die gängigsten Karten die MasterCard und die Visa-Karten.

Tipps für den Umgang mit einer Kreditkarte

Eine Kreditkarte eröffnet nicht nur weltweit die Möglichkeit der bargeldlosen Bezahlung, der flexiblen Versorgung mit Bargeld und damit einen gewissen Komfort, sie eröffnet auch die Möglichkeit zum Missbrauch in empfindlicher Höhe. Inhaber sollten deswegen sehr sorgfältig mit der Karte und den Daten umgehen. Mit der Einhaltung von einigen Regeln stellen Sie sicher, dass Sie nachhaltig Freude an den vielseitigen Vorteilen Ihrer Kreditkarte haben und die Risiken effektiv minimieren.

Kreditkarte und PIN getrennt aufbewahren

Aber nicht nur der Umgang mit den Kartendaten ist wichtig, sondern auch die Aufbewahrung der Karte selbst. Das Portemonnaie ist der geeignete Aufbewahrungsort, wenn es ständig mitgeführt wird. Schließlich reicht die Karte selbst aus, um bargeldlos Einkäufe zu tätigen. Allerdings sollte die Karten nie irgendwo herumliegen, auch nicht zu Hause. Das unbefugte Benutzen ist relativ leicht und darf nicht durch eine solche Fahrlässigkeit noch befördert werden. Des Weiteren gehört der PIN, wie für alle anderen Karten auch, an einen anderen Ort, also nicht ins Portemonnaie. Somit würden Sie es einem Dieb enorm erleichtern, auch noch Bargeld mit der Kreditkarte abheben zu können. Gerichte sehen dies als grob fahrlässig an, so dass Sie für den Missbrauchsschaden selbst aufkommen müssen.

Kreditkarte nur mitnehmen, wenn nötig

Die Kreditkarte wird nicht ständig benötigt, überlegen Sie also genau, ob und wann Sie sie mit sich führen. Natürlich sollte das Portemonnaie der ständige Begleiter sein, allerdings müssen Sie zum Beispiel im Urlaub nicht permanent sämtliche Karten bei sich führen. Wägen Sie bei Freizeitaktivitäten genau ab, ob das Mitführen der Kreditkarte nicht ein zu großes Risiko darstellt und gehen Sie auf Nummer Sicher.

Verhalten bei Verlust oder Diebstahl

Kommt die Kreditkarte abhanden oder wird sie gestohlen, zögern Sie nicht, die Service-Nummer für die Kartensperrung anzurufen. Erfolgt die Sperrung zu spät, kann Ihnen das wiederum als grob fahrlässiges Verhalten ausgelegt werden, so dass Sie für die Schäden durch den Kartenmissbrauch selbst aufkommen müssten. Findet sich die Karte wieder ein, ist eine Entsperrung unkompliziert möglich. Führen Sie also die Service-Nummer immer unabhängig von der Kreditkarte mit sich, damit Sie bei Verlust sofort reagieren können. Meist wird von den Kreditkarten-Anbietern eine separate Service-Card ausgestellt, die Sie in diesen Fällen nutzen können.

Ist eine Restschuldversicherung sinnvoll?

Mit einer Restschuldversicherung können Sie sich gegen den Kreditausfall wegen Todes, dauerhafter Arbeitsunfähigkeit und bei einigen Anbietern auch Arbeitslosigkeit absichern. In diesen Fällen würde die Versicherung die Rückführung des Kredites übernehmen, allerdings sind die Bedingungen genau zu studieren, weil umfangreiche Ausnahmetatbestände und Leistungseinschränkungen üblich sind. Da es sich bei Restschuldversicherungen um Gruppenverträge handelt, die keine Gesundheitsprüfung vorsehen, ist das Beitragsniveau sehr hoch. Sollten Sie bereits gesundheitlich vorbelastet sein, könnte diese Absicherung eine interessante Alternative sein. Allerdings schlagen sich die erheblichen Kosten meist deutlich nieder. Haben Sie die Möglichkeit, Versicherungsschutz über individuelle Verträge, wie zum Beispiel eine Risikolebens- und eine Berufsunfähigkeitsversicherung, zu erhalten, sollten Sie das Kreditkartenlimit in die Summenermittlung einbeziehen und auf eine separate Restschuldversicherung verzichten.

Ablösung einer Kreditkarte durch Umschuldung

Es kann durchaus vorkommen, dass ein Kreditkartensaldo nur sukzessive wieder abgebaut werden kann. Die dabei anfallenden und teilweise hohen Zinsen vergrößern dann oft den zu zahlenden Betrag im Laufe der Zeit. Eine sinnvolle Alternative kann in diesen Fällen die Umschuldung in einen Privat- oder Verbraucherkredit sein, der meist mit erheblich niedrigeren Zinsen ausgestattet ist. Sobald sich der Liquiditätsengpass abzeichnet, sollten Sie allerdings auch aktiv werden. Denn gibt es erst einmal Probleme, die sich in negativen Einträgen in der SCHUFA bemerkbar machen, wird die Ausreichung eines Kredites zu günstigen Konditionen immer schwieriger. Die Kreditsumme wird bei solchen Privatkrediten direkt auf das Girokonto ausgezahlt, so dass Sie die offene Kreditkartenabrechnung unkompliziert bezahlen können. Da die Laufzeiten für die Kredite zwischen zwölf und 84 Monaten betragen können, lassen sich die Verbindlichkeiten bequem und günstig zurückführen.

Flexible Rückzahlungen vereinbaren

Wählen Sie eine Kreditkarte aus, die Ihnen Teilzahlungen zur Rückführung der Umsätze ermöglicht, können Sie meist die Höhe der monatlichen Rate selbst bestimmen. Diese kann zwischen fünf, zehn oder 50 Prozent betragen und somit an Ihre individuellen Möglichkeiten angepasst werden. Achten Sie darauf, dass Sie sich eine möglichst hohe Flexibilität bewahren, um auf spezielle Situationen eingehen zu können. Beispielsweise sollten Sondertilgungen möglich sein, um die Rückstände schnellstmöglich ausgleichen zu können. Je variabler Sie die Möglichkeiten gestalten, desto weniger Probleme sind mit diesem revolvierenden Kredit zu erwarten. Im Übrigen können Sie auch vor der vollständigen Tilgung der Kreditkartenabrechnung im Rahmen des Verfügungsrahmens erneut die Kreditkarte einsetzen.

Vorsicht bei Bezahlung im Internet

Da für eine Zahlung im Internet lediglich die Kartennummer, das Datum des Ablaufs und die drei- oder vierstellige Prüfzahl auf der Rückseite benötigt werden, sollten Sie mit diesen Daten sehr sorgfältig umgehen. Insbesondere im Internet ist das Übermittlungsverfahren ausschlaggebend, denn der unberechtigte Zugriff auf die Daten kommt immer wieder vor. Erkundigen Sie sich also im Vorfeld über die Seriosität des Anbieters, meist geben Erfahrungsberichte wichtigen Aufschluss. Gute Anhaltspunkte sind Prüfzertifikate, die renommierten Online-Händlern auf ihren Seiten die Einhaltung hochwertiger Sicherheitsstandards bestätigen.

Fazit

Kreditkarten bringen ein Stück zusätzliche finanzielle Freiheit, gerade wenn Sie viel auf Reisen gehen oder im Internet einkaufen wollen. Abhängig von der vertraglichen Gestaltung können Sie mit dem zusätzlichen Limit, den möglichen Ratenzahlungen oder auch mit den einzelnen Firmenkarten über die Möglichkeiten Ihres Girokontos hinaus Einkäufe tätigen oder Dienstleistungen bezahlen. Wichtig ist allerdings, dass Sie den Überblick über Ihre Transaktionen und die fällige Kreditkartenabrechnung behalten. Solange alle Verbindlichkeiten zuverlässig bedient werden, können diese Karten enorme Vorteile mit sich bringen. Allerdings ist zu beachten, dass sich die hohen Sollzinsen beim Überziehen oder nicht pünktlich vollzogenem Ausgleich drastisch bemerkbar machen können. Im Ernstfall und solange die Bonität noch nicht beeinträchtigt ist, bietet sich dann das Umschulden in einen preiswerteren Ratenkredit an. In jedem Fall ist ein verantwortungsvoller Umgang mit den sich bietenden Möglichkeiten unumgänglich, um sich nicht leichtsinnig und nachhaltig in größere finanzielle Schwierigkeiten zu bringen.

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