Exklusive Kreditkarten

Kreditkarten für Reiche und Superreiche

Neben den Prepaidkreditkarten, den echten Credit Cards mit Revolving-Funktion und der Gold-Variante für Gutverdiener geben Banken weltweit exklusive Kreditkarten aus, zu denen nur ein sehr kleiner Personenkreis Zugang hat. Diese besonderen Karten unterscheiden sich nicht nur in ihrem Herstellungsmaterial von den bunten Plastikkarten der meisten Verbraucher. Sie gehen auch mit Vergünstigungen und Serviceleistungen einher, von denen Durchschnittsverdiener nur träumen können. Anders als für normale Credit Cards gibt es kein Bestellformular, mit dem man exklusive Kreditkarten beantragen könnte. Die ausgebenden Banken entscheiden jeweils selbst, wen sie in ihren erlauchten Kundenkreis einladen.

Und natürlich liegt auch das Limit der teuersten Kreditkarten der Welt weit jenseits des üblichen Verfügungsrahmens.

Premiumkarten für Premiumkunden

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Als weltweit teuerste und exklusivste Karte gilt unter Experten die sogenannte Centurion Card, die schwarze Version des Kreditkartenklassikers von American Express. Sie ist komplett aus Platin gefertigt, von schwarzer Farbe und hat nur noch das Format mit der Debitkarte von der Hausbank gemein. Ein offizielles Limit für die Centurion Card ist nicht bekannt, selbiges gilt für die Voraussetzungen, die der Kunde erfüllen muss, um sich für den Erhalt der schwarzen Platinkarte zu qualifizieren. Die jährliche Gebühr und die Aktvierungspauschale von rund 2000 bzw. 4000 US-Dollar sollte er jedenfalls aus der Portokasse begleichen können. Im Gegenzug darf er sich neben einem Zahlmittel ohne Limit über vielfältige Bonusleistungen freuen.

Dazu gehören, neben zahlreichen Reise-, Auto- und Gepäckversicherungen, Ermäßigungen auf Golfplätzen in mehr als 100 Ländern und ein Event Service, der nicht nur die Eintrittskarten fürs Wunschkonzert besorgt, sondern auch gleich ein Treffen mit dem Star der Show arrangiert. Inhaber einer Black Card reisen für gewöhnlich viel, der Eintritt zu exklusiven Flughafen-Lounges und die bevorzugte Behandlung beim Check-In sind daher inklusive. Als besonderes Bonbon gilt der persönliche Concierge, der jedem Karteninhaber zugeteilt wird. Er organisiert und terminiert Buchungen, storniert Flüge, kümmert sich um Einkäufe und alle anderen Anliegen des exklusiven Klienten.

Neben American Express gibt es noch andere, namhafte Geldinstitute, die für ihre besten Kunden exklusive Kreditkarten bereithalten. JP Morgan Chase gibt beispielsweise die Palladium-Card heraus, deren Materialwert allein etwa 1000 Dollar beträgt. Die Premiumkarte der Barclays Bank hingegen ist aus Edelstahl gefertigt, während die Dubai First Bank ihre besten Kunden mit der Dubai First Royale Mastercard, einer Kreditkarte mit goldenen Rändern und einem mittig platzierten Diamanten lockt. Als Inhaber der schwarzen Mastercard von Santander kommen wiederum nur die vermögendsten 3000 Einwohner Brasiliens infrage. Großer Beliebtheit bei Prominenten und Royals erfreut sich auch die Silk Card von Coutts, die beispielsweise Queen Elizabeth II. In ihrem königlichen Portemonnaie tragen soll.

Voraussetzungen für die schwarze Kreditkarte

Eine normale Kreditkarte kann jeder, der volljährig ist und über ein inländisches Bankkonto verfügt bei der Bank seiner Wahl bestellen. Eine Karte auf Guthabenbasis bekommen sogar Verbraucher, deren Schufa-Auskunft gravierende Mängel im Zahlverhalten offenbart. Exklusive Kreditkarten hingegen werden nicht beantragt, sondern die Bank spricht eine Einladung an ausgewählte Kunden aus. Um die Voraussetzungen, die die Karteninhaber je nach Geldinstitut und Karte jeweils erfüllen müssen, ranken sich viele Gerüchte. Offizielle Stellungnahmen der Banken gibt es kaum. Gewiss ist, dass die Premiumcards nur reichen und superreichen Geschäftsleuten, Angehörigen der Königshäuser und Prominenten zur Verfügung stehen.

Die Coutts World Silk Card wird beispielsweise erst ab einem Vermögen von 1 Million Dollar vergeben. Für die Visa Infinite Card liegt das jährliche Mindesteinkommen bei 100.000 Dollar. Die aus Gold und Palladium gefertigte Premiumkarte von JP Morgan Chase ist angeblich Kunden vorbehalten, deren bisherigen Umsätze mehr als 25 Millionen Dollar betragen. Chancen auf die Black Card von American Express darf sich ausrechnen, wer jährlich mehr als eine viertel Million Dollar mit anderen American Express Produkten umsetzt, mehr als 1 Million Dollar im Jahr verdient und ein Gesamtvermögen von durchschnittlich mehr als 15 Millionen Dollar vorweisen kann.

Exklusive Kreditkarten gehen mit außergewöhnlichen Extras einher. Im Gegenzug sind auch ihre Kosten überdurchschnittlich teuer. Die Bank erwartet nicht nur dem besonderen Status angemessene Umsätze auf der Karte, sie verlangt auch Gebühren, die deutlich über dem liegen, was eine normale Credit Card kostet. Je nach Karte belaufen sie sich auf rund 700 bis 2000 Dollar pro Jahr. Große Ausnahme ist allerdings die Dubai First Bank. Sie vergibt ihre diamantbesetzte Royale Card sogar ohne Jahresgebühr, allerdings nur an ihre 20 reichsten Kunden. Normalverdiener haben daher keine Chance auf eine dieser Premiumkarten. Ob sie mit den dazugehörigen Extras wie verminderten Mietpreisen auf Luxusjachten und Privatjets etwas anfangen könnten, steht aber ohnehin auf einem anderen Blatt.

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