Kartennummer Kreditkarte

Die Kartennummer der Kreditkarte

Die Kartennummer der Kreditkarte ist nicht einfach nur eine beliebige Zahl. Man kann aus ihr sehr viel ablesen, wenn man den Aufbau der Codierung kennt. Diese ist international genormt. Die Kartennummer hat mindestens zwölf Stellen, die meisten Unternehmen nutzen aber die maximal mögliche Länge von 16 Ziffern. Zur besseren Lesbarkeit wird die unübersichtliche Zahlenkolonne in Gruppen zu vier Ziffern aufgeteilt.

Der Aufbau der Kartennummer

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Die Kartennummer der Kreditkarte beginnt mit vier Ziffern, die den Herausgeber der Karte bezeichnen, also zum Beispiel die Bank oder das Kreditkarten-Unternehmen. Aber auch andere Branchen geben Kreditkarten heraus. Gleich an der ersten Stelle können Sie ablesen, aus welchem Wirtschaftszweig die Karte stammt. So bezeichnet etwa die 1 eine Fluggesellschaft, die 4 dagegen einen Finanzdienstleister.

Kartennummer auf der Kreditkarte
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Die Kartennummer der Kreditkarte ist nicht einfach nur eine beliebige Zahl.

Mit den beiden folgenden Ziffern kann der Aussteller bei Bedarf weitere Unterscheidungsmerkmale verschlüsseln, beispielsweise die Art der Karte und ob es sich um eine Partnerkarte, Firmenkarte oder ähnliches handelt.

Die nächsten neun Stellen sind die Kontonummer, unter der das Kreditkarten-Unternehmen die Verrechnung der mit der Karte getätigten Umsätze verbucht, wenn Sie mit der Karte bezahlen. Auch Guthaben werden auf diesem Konto erfasst.

Eine Prüfziffer schafft Sicherheit

Bleibt noch die letzte Ziffer. Sie hat eine besondere Bedeutung, weil sie nicht frei wählbar ist, sondern aus den anderen Ziffern der Kartennummer der Kreditkarte errechnet wird. Mit dieser Prüfziffer lässt sich also leicht feststellen, ob die Nummer insgesamt gültig ist. Vertipper und Zahlendreher werden damit sofort erkannt.

Die Berechnung der Prüfziffer klingt kompliziert, folgt aber einem recht einfachen Verfahren, das unter dem Namen Modulo 10 bekannt ist und auch in vielen anderen Bereichen angewendet wird. Zum Beispiel wird die Kontonummer IBAN so plausibilisiert, und Eisenbahnfahrzeuge haben europaweit einheitlich aufgebaute Nummern, die über eine Prüfziffer nach Modulo 10 verfügen. Euro-Banknoten haben eine Prüfziffer nach dem ähnlich funktionierenden Modulo 9.

Modulo 10 funktioniert so: Von rechts beginnend wird jede zweite Ziffer der Kartennummer ohne Kontrollziffer verdoppelt und dann die Quersumme gebildet. Das heißt, sowohl die multiplizierten als auch die unveränderten Stellen werden ziffernweise addiert, durch die Multiplikation zweistellig gewordene Ergebnisse in Einzelziffern. Die Prüfziffer nach Modulo 10 ist die Zahl, die die Quersumme auf den nächsten vollen Zehner ergänzt. Eine Besonderheit gibt es aber noch zu beachten. Nicht jedes Kreditkarten-Unternehmen nutzt die erste Ziffer, die den Wirtschaftsbereich angibt, für die Berechnung der Prüfziffer. Eine automatische Prüfung, wie sie auf vielen Internet-Seiten stattfindet, muss das berücksichtigen. Die Information, wer der Herausgeber ist, kann aus den ersten vier Ziffern entnommen und entsprechend verarbeitet werden.

Die Bedeutung des CVC

Auf der Rückseite der Karte gibt es noch eine weitere Zahlenfolge mit drei oder vier Stellen. Das ist der sogenannte CVC (Card Validation Code), auch als CVV (Card Verification Value) bezeichnet. Er wird vom ausgebenden Institut generiert und ist völlig unabhängig von der Kartennummer, kann also auch nicht aus dieser zurückgerechnet werden. Da er nicht geprägt und nicht im Chip oder Magnetstreifen gespeichert ist, kann er von den gängigen Kreditkartenlesern nicht erfasst werden. Die Eingabe des CVC ist also ein Indiz dafür, dass die Karte tatsächlich vorliegt. Sie ist also ein zusätzliches Sicherheitsmerkmal beim Online-Shopping, und ersetzt gewissermaßen die Unterschrift, die der Shop-Betreiber im Online-Handel nicht geprüft werden kann. Noch mehr Sicherheit wird durch zusätzliche Passwort-Abfragen geschaffen, wie sie zum Beispiel das Verfahren Verified by Visa bietet.

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