Kreditkarte Arbeitslos

Kreditkarte: Optionen für Arbeitslose

Bei den meisten Banken haben Verbraucher keine Chance auf eine Kreditkarte, wenn sie arbeitslos sind. Zumindest nicht auf die klassische Variante, bei der sie ihre Käufe und Buchungen per Karte bezahlen können und den Kartensaldo erst Tage oder Wochen später begleichen. Dieses bargeldlose Zahlmittel ist in der Regel tatsächlich nur Kunden vorbehalten, die bei Beantragung der Karte ein regelmäßiges Einkommen in entsprechender Höhe vorweisen können. Eine Alternative zur Kreditkarte ist für Arbeitslose die sogenannte Prepaidkarte auf Guthabenbasis. Wieder anders sieht es bei Verbrauchern aus, die bereits im Besitz einer echten Kreditkarte sind und nun arbeitslos werden.

Sie sind oft unsicher, wie sich ihre Arbeitslosigkeit auf ihren Status als Karteninhaber auswirkt.

Arbeitslos: Sperrt die Bank meine Karte?

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Vielleicht befürchten sie sogar, dass die Bank ihnen die Karte sperrt, wenn sie von der Arbeitslosigkeit erfährt. Diese Sorge ist jedoch unbegründet. Geht der Kunde vertragsgemäß mit seinem Kartenkonto um, drohen weder Sperrung noch Kündigung. Auch der Kreditrahmen bleibt meist unverändert bestehen. Die gewohnten Geldeingänge bleiben jedoch aus, der Verbraucher muss seinen Lebensunterhalt nun mit dem ihm zubemessenen Arbeitslosengeld bestreiten. Umso verführerischer erscheint hier vielleicht der Griff zur Kreditkarte. Wenn man arbeitslos ist, ist damit aber ein weitaus größeres Verschuldungsrisiko verbunden als zuvor. Schließlich kommt das Geld nicht mehr in selbem Maße nach wie zu Zeiten der Berufstätigkeit.

Außerdem sind Kreditkartenkonten oft mit hohen Überziehungszinsen belegt. Wer seinen Saldo nicht zum vereinbarten Stichtag ausgleicht, muss mit Gebühren bis zu 20 Prozent rechnen. Werden diese ebenfalls nicht beglichen, kann es durchaus sein, dass die Bank das Konto kündigt und die Karte zurückfordert. Experten raten arbeitslosen Verbrauchern daher, ihre bisherigen Kreditkarten nicht mehr einzusetzen. Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, kann seine Karte auch bei der Bank abgeben, ohne dass ihm dadurch irgendwelche Nachteile entstehen. Kontokündigungen vonseiten des Kunden werden beispielsweise bei der Schufa nicht als negatives Bonitätsmerkmal gespeichert. Sperrungen vonseiten der Bank und Schulden hingegen schon.

Eine sichere Alternative: Die Prepaidkarte

Bei der Prepaidkarte handelt es sich nicht im eigentlichen Sinn um eine Kreditkarte. Wenn Sie arbeitslos sind, ist sie dennoch eine gute und vor allem risikofreie Variante zur klassischen Credit Card. Die echte Kreditkarte basiert auf dem Prinzip: Zuerst einkaufe, dann bezahlen. Mit einem Prepaidprodukt hingegen können Verbraucher nur ausgeben, was sie zuvor als Guthaben auf ihr Kartenkonto überwiesen haben. Allerdings können auch hier zusätzliche Kosten entstehen. Beispielsweise gibt es Karten mit Jahresgebühr. Bei anderen kosten Bargeldabhebungen oder Abbuchungen in Fremdwährungen extra. Wer die Karte also vorwiegend zur sicheren Zahlung im Ausland einsetzen will, sollte diesen Vertragskonditionen besondere Beachtung schenken. Dennoch bleibt das Risiko, sich mit einer Prepaidkarte zu verschulden, vergleichsweise gering.

Darüber hinaus gibt es für Verbraucher eine weitere Chance auf eine Kreditkarte, auch wenn sie arbeitslos sind. Vorausgesetzt, sie kennen jemanden, der ein Kreditkartenkonto hat und bereit ist, ihnen eine Zweitkarte ausstellen zu lassen. Für eine sogenannte Partnerkarte spielt die berufliche und finanzielle Situation der zweiten Person keine Rolle. Auch eine Verwandtschaft wird nicht vorausgesetzt. Die finanzielle Verantwortung trägt der Hauptkarteninhaber allein. Dementsprechend werden sämtliche Umsätze von dem Konto abgebucht, das mit der Hauptkarte verbunden ist. Ob ein Karteninhaber sein Konto auf diese Weise teilt, ist sicher eine Frage des jeweiligen Vertrauensverhältnisses. Abfedern kann er sein Risiko jedoch, indem er für das Zweitkonto einen Verfügungsrahmen einrichtet.

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