Kreditkarte Prüfen

Kreditkarte prüfen und Betrug vermeiden

Wer sich eine Dienstleistung oder Ware von einem Dritten mit einer Kreditkarte bezahlen lässt, braucht eine Möglichkeit, die Kreditkarte zu prüfen. Denn als Zahlungsmittel funktioniert die Karte schon lange nicht mehr nur zwischen großen Unternehmen und Kunden. Auch bei Verkäufen zwischen privaten Personen oder von kleinen Shops und Dienstleistern und privaten Personen setzen Kunden oft eine Kreditkarte ein. Für den Anbieter der Ware oder der Leistung kommt es darauf an, die Kreditkarte zu prüfen, die der andere einsetzt. So kann von Anfang an Betrug vermieden werden, der Anbieter bleibt nicht auf seinen Kosten sitzen.

Tools prüfen online

Kreditkarten vergleichen

Inzwischen gibt es online viele Möglichkeiten, eine Kreditkarte zu prüfen. Die entsprechenden Tools dafür gibt es auf verschiedenen Serviceseiten. Gesucht werden können diese Anbieter, wenn in die Suchfunktion von Google das Stichwort Kreditkarte prüfen eingegeben wird. Die angebotenen Tools prüfen die Kreditkarten aller Anbieter, wie Mastercard, VISA oder American Express sowie Diners Club und andere. In die Suchmaske auf den Seiten wird lediglich die Kreditkartennummer der zu prüfenden Karte eingegeben. Beim Verfahrens wird kontrolliert, ob die Kombination aus der Nummer der Kreditkarte der Kreditkartentyp vergeben sein könnte. Das funktioniert, weil Kreditkartennummern immer nach dem gleichen Schema aufgebaut sind. Der so genannte Luhn-Algorithmus ist die Prüfmethode dieses Musters. Benannt wurde es nach Hans-Peter Luhn, der die Formel in den sechziger Jahren entwickelte.

Eigene Abrechnungen prüfen

Wichtig ist auch, die eigene Abrechnung der Kreditkarte zu prüfen. Oft gibt es auf der Kreditkartenabrechnung Buchungen, die Kunden nicht eindeutig zuordnen können. Möglich ist etwa die unrechtmäßige Belastung der Kreditkarte. Auch ein Betrag kann doppelt gebucht worden sein. Selbst bei den besten technischen Systemen treten solche Fehler auf. Etwas komplizierter ist es, wenn ein Betrag in falschen Höhe belastet wurde. Für den Kunden ist es dann nämlich schwierig, ihn eindeutig zuzuordnen, da er in seinen persönlichen Unterlagen eventuell Belege hat, die einen anderen Betrag ausweisen. Manchmal ist die Bezeichnung des betreffenden Händlers nicht bekannt. Auch das macht eine Zuordnung schwer. Nicht zuletzt kann es sein, dass ein Umsatz gebucht wurde, den der Inhaber der Karte gar nicht getätigt hat.

Prüfen und handeln

Wer sich regelmäßig um die Abrechnung auf seiner Karte kümmert, braucht sich nicht um sein Geld zu fürchten. In der Regel sollte die Bank innerhalb einer Frist von sechs Wochen über eine unberechtigte Abbuchung auf dem Kreditkartenkonto informiert werden. Viele Kreditinstitute akzeptieren sogar Reklamationen nach Ablauf dieser Frist. Allerdings haben Kunden mit Kreditkarten dann keinen Rechtsanspruch mehr darauf, dass zu Unrecht abgebuchtes Geld zurückkommt. Ansonsten genügt ein Anruf beim Kreditinstitut. Wegen der besseren Beweisbarkeit sollte das mit einem Zeugen passieren, alternativ genügt eine Notiz des Telefonats mit der Uhrzeit und dem Namen des Gesprächspartners.

Übrigens gibt es bei unberechtigten Abbuchungen selbst dann Hilfe, wenn Betrüger mit einer entwendeten Kreditkartennummer und Bankdaten im Netz einkaufen. Denn auf der Abrechnung der Kreditkarte steht bei solchen Abbuchungen dann, binnen welcher Frist der unberechtigte Posten vom Kunden reklamiert werden sollte. In der Regel beträgt die Frist hier bis zu 60 Tage. Einen Beleg darüber, dass eine Position nicht berechtigt ist, muss ein Kunde übrigens nicht liefern. Der Schaden bleibt in diesem Fall beim Händler.

Rückbuchung ist möglich

Unrechtmäßige Abbuchungen, die Kunden auffallen, wenn sie ihre Kreditkarte prüfen, lassen sich zurückbuchen. Den Vorgang einer Rückbuchung selbst kann der Kunde zwar nicht durchführen, er kann sie jedoch bei seinem Kreditinstitut in Auftrag geben. Dafür muss er sich bei der Bank, Sparkasse oder Organisation melden, von der er die Kreditkarte erhalten hat. Dort gibt es ein entsprechendes Formular, dass der Inhaber der Kreditkarte ausfüllen muss. Handelt es sich um eine Debitkarte, bei der ein Zugriff auch online möglich ist, lässt sich der Widerspruch auch über Online Banking einreichen. Überhaupt ist es bei Kreditkarten mit Online Banking sicherer, nach jedem Einsatz die Kreditkarte zu prüfen und nicht nur einmal innerhalb von vier oder sechs Wochen. Unrechtmäßige Buchungen fallen so schneller auf. Gibt es Nachweise oder Kaufbelege, können diese in Kopie der Reklamation angefügt werden. Der Anbieter informiert seine Kunden in jedem Fall, wie genau Rückbuchung erfolgt. Meist bucht er ein entsprechendes Guthaben auf die Karte

Kreditkarte nicht immer sperren

Bleibt die Frage, ob eine Kreditkarte nach einer unberechtigten Buchung gesperrt werden sollte. Wenn es sich um einen Diebstahl oder einen klassischen Missbrauch einer Kreditkarte handelt, kommt der Inhaber nicht darum herum. Er muss die Karte sperren lassen, sonst leistet er dem Betrug Vorschub und die Bank oder Sparkasse ist aus der Pflicht zum Schadensersatz heraus. Nach der Sperrung übersendet meist unaufgefordert eine Ersatzkarte. Wurde ein Betrag doppelt, mit unbekannter Bezeichnung des Händlers oder in falscher Höhe abgebucht, muss die Kreditkarte nicht unbedingt gesperrt werden. Das gilt auch, wenn der Inhaber noch im Besitz seiner Karte ist und die Sorgfaltspflichten nicht verletzt hat. Manchmal handelt auch die Bank über ihren Sicherheitsbeauftragten und sperrt die Karte von sich aus. Kreditinstitute sind inzwischen darauf spezialisiert, eine Systematik beim Kreditkartenbetrug zu erkennen. Der Inhaber der Karte wird dann informiert und erhält eine neue Karte.

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