Kreditkarten Anbieter

Viele Anbieter mit eigener Kreditkarte

Wer Kreditkarten nutzen will, kommt am Vergleich der verschiedenen Kreditkarten Anbieter nicht vorbei. Am bekanntesten sind die drei großen Unternehmen Mastercard, Visa und American Express. Außerdem gibt es Diners Club International und Barcleycard als weitere Kreditkarten Anbieter. Jedes Unternehmen hat seine eigenen Bedingungen und Gebühren. Auch im Umsatz, den Gewinn und der Zahl von Kunden gibt es Unterschiede.

Anbieter oder Emittent

Kreditkarten vergleichen

Im Sprachgebrauch werden oft die Begriffe Kreditkarten Anbieter und Kreditkarten Emittent verwechselt. Dabei handelt es sich hier um zwei von Grund auf verschiedene Begriffe. Der Emittent einer Kreditkarte ist ein Kreditinstitut oder eine Organisation. Als Emittent von Kreditkarten tritt zum Beispiel die Postbank auf. Auch die Sparkassen geben unter ihrem Namen Kreditkarten an ihre Kunden aus. Bekannt sind daneben Kreditkarten von großen Unternehmen wie Payback, dem größten System für Bonuspunkte in Deutschland. Keiner dieser Emittenten wickelt den Zahlungsverkehr mit den Händlern ab Das machen einzig und allein die Kreditkarten Anbieter.

Unterschiede zwischen den Anbietern

Einen Unterschied gibt es zwischen Visa und Mastercard auf der einen Seite und American Express als besonderer Kreditkarten Anbieter auf der anderen Seite. Die beiden Kreditkartenfirmen Mastercard und Visa stellen die Infrastruktur für den Einsatz ihrer Kreditkarten bereit. Ein kostenloses Girokonto, das mit den Kreditkarten verbunden sein muss, bieten sie dagegen nicht. Das machen Banken und Sparkassen. Kann der Kunde seine Rechnung nicht zahlen, dann tragen diese Emittenten auch die Verluste. Deshalb steht die Prüfung der Kundendaten und der Bonität ganz oben, wenn sich Verbraucher mit dem Wunsch nach einer Kreditkarte an den entsprechenden Emittenten wenden.

Für American Express beschränkt sich die Dienstleistung nicht auf die Transaktion. Das Unternehmen vergibt auch selbst die Kreditkarten. Deswegen steht auch keine Bank zwischen dem Unternehmen American Express und dem Kunden. Das bedeutet darüber hinaus, dass der Anbieter American Express den Schaden trägt, wenn einer seiner Kunden nicht in der Lage ist, die Rechnung zu bezahlen. Ein weiteres wichtiges Merkmal für die Unterscheidung der drei Anbieter von Kreditkarten ist die Zahl der Akzeptanzstellen. Das sind die Geschäfte und Dienstleister, die für die Bezahlung die Karten des einen oder anderen Anbieters akzeptieren.

Mastercard ist umsatzstark

Rund zehn Milliarden Dollar setzt das Kreditkartenunternehmen Mastercard im Jahr um. Bei etwa vier Milliarden Dollar liegt der jährliche Gewinn. Weltweit gibt es rund 36 Millionen Akzeptanzstellen. Vertreten ist Mastercard dabei in 210 Ländern. Ob der Kunde für seine Mastercard Gebühren zahlen muss oder ob das Angebot gebührenfrei ist, bestimmt der Emittent der Kreditkarte. Bei der Mastercard gibt es eine Luxusvariante. Ihr Name ist "World Elite". Zu ihren Leistungen gehören ein Versicherungspaket, ein Concierge-Service sowie ein VIP-Service in großen und teuren Hotels. Die schwarze Mastercard Kreditkarte können Kunden nicht beantragen. Als Ausdruck höchster Exklusivität gibt es diese auf ausdrückliche Einladung des ausgebenden Kreditinstituts.

Visa mit Zusatzleistungen

Mit einem jährlichen Umsatz von rund 13 Milliarden Dollar ist das Kreditunternehmen Visa ebenfalls ein umsatzstarker Anbieter. Der Gewinn liegt bei knapp sechs Milliarden Dollar. In 200 Ländern der ganzen Welt gibt es rund 200 Millionen Akzeptanzstellen. Wie hoch die Gebühren für die Karte sind, legt das ausgebende Institut fest. Auch Visa hat eine exklusive Kreditkarte, die nur auf Einladung an gute und vor allem finanzstarke Kunden geht. Ihr Name ist "Infinite". Ihrem Inhaber bietet sie bevorzugte Behandlungen in großen und ausgewählten Luxushotels. Auch eine Reiseversicherung gehört zu den besonderen Leistungen, genau wie ein Concierge-Service oder VIP-Zugänge zu Veranstaltungen.

American Express bietet Besonderheiten

Als umsatzstärkste Kreditkarte setzt American Express rund 35 Milliarden Dollar im Jahr um. Der Gewinn liegt bei etwa sechs Milliarden Dollar jährlich. Wie weit die blaue Karte verbreitet ist, darüber macht das Unternehmen keine genauen Angaben. Es spricht lediglich von vielen Millionen mal. Dafür verlangt American Express eine relativ hohe Jahresgebühr von den Kunden. Sie beginnt bei 35 Euro, kann aber auch höher ausfallen. Es kommt immer auf den Typ der Karte an. Welche Gebühren der Kunde für sein blaues Stück Plastik tatsächlich zahlen muss, hängt vom Umsatz seiner Karte ab. Liegt er mit seinen Ausgaben über einer bestimmten Grenze, verzichtet American Expresse auf die Gebühr. Die Karte mit dem meisten Prestige ist bei American Express die schwarze "Centurion Card". Nur handverlesene Kunden bekommen sie auf Einladung. Damit erhalten die Inhaber der Premium Variante viele Vergünstigungen, wie etwa persönliche Einkaufsassistenten, kostenlose Übernachtungen in exklusiven Hotel und einen Concierge-Service.

Andere Anbieter

Geht es um Kreditkarten Anbieter, dürfen Diners Club und Barcleycard nicht fehlen. Diners Club gilt als eigentlicher Erfinder der Kreditkarte. Heute steht das amerikanische Unternehmen vor allem aus deutscher Sicht etwas am Rand. Wer die Karte besitzt, darf sich als Mitglied im Diners Club fühlen und kann das Stück Plastik weltweit an etwa 20 Millionen Akzeptanzstellen einsetzen. Ihren Ruf hat die Karte von Diners Club als ausgezeichnete Reise Kreditkarte. Barcleycard dagegen war 1966 die erste europäische Kreditkarte. Herausgegeben wird sie bis heute von der Barcleysbank, die ihren Hauptsitz in London und auch eine Auslandsniederlassung in Hamburg hat. Insgesamt verzeichnet Barcleycard rund 21 Millionen Kunden weltweit.

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