Kreditkarten Beantragen

Der Kreditkartenantrag

Wer Kreditkarten beantragen möchte, kann zu diesem Zweck verschiedene Alternativen wahrnehmen. Die meisten Banken und Sparkassen, die Girokonten für Verbraucher führen, bieten die Möglichkeit, eine Kreditkarte zu bekommen. Dies ist in der Regel nicht kostenfrei. Doch auch zahlreiche andere Finanzorganisationen, insbesondere in- und ausländische Internetbanken, geben Kreditkarten an private Kunden aus. Grundsätzlich erfolgt die Beantragung einer herkömmlichen Kreditkarte, die auch eine Finanzierungsfunktion vorsieht, ähnlich wie die Aufnahme eines Kredits.

Der Kunde muss einen Fragebogen ausfüllen, in dem er umfangreiche Angaben zu seinen persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen macht. Nur wenn die Bank diese Informationen überprüft hat und dabei zu einem positiven Urteil über die Bonität des Kunden kommt, bewilligt sie die Ausgabe einer Kreditkarte.

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Darüber hinaus spielt die Einschätzung der finanziellen Leistungsfähigkeit des Antragstellers auch eine entscheidende Rolle für die Höhe des von der Bank bereit gestellten Verfügungsrahmens. Dieser beträgt in der Regel, ähnlich wie beim Dispokredit zum Girokonto, maximal das Zwei- bis Dreifache des monatlich zur freien Verfügung stehenden Einkommens. Tätigt der Kreditkarteninhaber Transaktionen, wie zum Beispiel das Abheben von Bargeld an einem Automaten oder die Bezahlung einer Rechnung für einen Hotelaufenthalt oder ein Essen im Restaurant, die diesen Verfügungsrahmen übersteigen, wird die Karte automatisch gesperrt. Mit dieser Funktion sichert sich die Bank gegen das Risiko ab, dass der Kunde nicht in der Lage ist, die Deckung für die Kreditkartenrechnung aufzubringen.

Die Bedeutung der Bonität für einen Kreditkartenantrag

Nur wer über ein monatliches Einkommen in ausreichender Höhe verfügt, hat Chancen, mit Erfolg Kreditkarten zu beantragen. Mit dieser Bedingung schließen Kreditinstitute die Gefahr aus, dass Kunden mit der Kreditkarte Umsätze tätigen, die ihre finanziellen Möglichkeiten völlig übersteigen. Dann würde der Fall eintreten, dass das Guthaben auf dem Girokonto unter Einbeziehung eines eventuell vorhandenen Dispokredites nach dem Ende des Monats nicht ausreicht, um die Kreditkartenrechnung abzudecken. Dann geht der Auftrag zum Einzug an das Kreditkartenunternehmen zurück, ohne dass er ausgeführt wurde.

Als Teil des Kreditkartenantrags muss der Kunden darüber hinaus der Einholung einer Auskunft bei der Schufa über sein Zahlungsverhalten zustimmen. Diese Informationen umfassen insbesondere negative Tatbestände, wie zum Beispiel eine Privatinsolvenz oder ein gerichtliches Mahnverfahren, das gegen den Kunden durchgeführt wurde. Diese Informationen führen regelmäßig dazu, dass der Kreditkartenantrag abgelehnt wird. Es ist aufgrund der negativen Auskünfte davon auszugehen, dass es dem Verbraucher an Bonität mangelt. Dabei kommt es nicht darauf an, wie hoch die nicht gezahlten Beträge waren oder aus welchen Gründen sie nicht geleistet wurden. Aus diesem Grund macht es für Personen, die eine negative Schufa besitzen, wenig Sinn, eine konventionelle Kreditkarte zu beantragen.

Prepaid Kreditkarten können in dieser Situation eine gute Lösung darstellen. Viele Verbraucher wissen allerdings nicht, wo sie eine derartige Karte bekommen können. Im Internet findet man unter dem Stichwort Prepaid Kreditkarten viele Anbieter, die diesen Service zu sehr unterschiedlichen Konditionen anbieten. Bei Prepaid Karten ist eine Nutzung für Bezahlvorgänge und das Geldabheben nur möglich, wenn zuvor ein Guthaben in ausreichender Höhe auf die Karte geladen wurde. So entsteht für die kartenausgebende Stelle keinerlei Risiko, weil sie dem Kunden mit ihrer Dienstleistung keinen Kredit zur Verfügung stellt. Deswegen können Kunden derartige Kreditkarten beantragen, ohne irgendwelche Angaben zu ihrer Bonität machen zu müssen.

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