Mit Kreditkarte Geld Abheben

Cash mit Karte: Bares von der Bank

Verbraucher, die nicht nur ein unkompliziertes Zahlmittel fürs Onlineshopping suchen, sondern mit der Kreditkarte auch Geld abheben wollen, sollten bei der Wahl ihrer Karte besonders aufmerksam sein. Das gilt umso mehr, wenn sie häufig verreisen und sich die benötigten Beträge in einer Fremdwährung auszahlen lassen. Neben Dispozinsen gehören die Gebühren für Bargeldabhebungen innerhalb und außerhalb der Eurozone nämlich zu den Kostenpunkten, mit denen die Bank am meisten verdient. Die Wahl eines Anbieters, der auf jegliche Zusatzentgelte verzichtet und stattdessen eine Jahresgebühr verlangt, kann für Vielreisende, die gerne bar bezahlen, also von Vorteil sein. Die Geldentnahme am EC-Automaten ist übrigens auch mit einer Prepaidkreditkarte möglich.

Lediglich sogenannte Einweg- oder Wegwerfkreditkarten können ausschließlich zum Zahlungsverkehr im Internet oder am Zahlterminal verwendet werden.

Voraussetzungen fürs Geldabheben

Kreditkarten vergleichen

Damit ein Verbraucher mit seiner Kreditkarte Geld abheben kann, braucht er eine gültige Karte sowie eine PIN-Nummer. Diese wird ihm für gewöhnlich per Post zugesandt. Aus Sicherheitsgründen erfolgt die Zustellung in einer gesonderten Sendung, wenige Werktage nach dem die Kreditkarte an der Zieladresse eingetroffen ist. Wie die Geheimzahl der Girocard dient die PIN der Identifizierung und Autorisierung am Geldautomaten. Sie sollte daher weder notiert, einer zweiten Person mitgeteilt, noch gemeinsam mit der Kreditkarte aufbewahrt werden. Ob Geldautomat und Karte kompatibel sind, erkennen Verbraucher wiederum an den Symbolen der Kreditkartenanbieter, die der Automat akzeptiert.

Sie sind in der Regel gut sichtbar am Gerät selbst angebracht oder werden auf dem Startdisplay angezeigt. Nur wenn sich eines der Symbole am Gerät auch auf der Karte wiederfindet, kann der Verbraucher mit seiner Kreditkarte Geld abheben. Dabei werden die Credit Cards der weltweit größten Anbieter von Geldautomaten in mehr als 200 Ländern akzeptiert. Damit die Bargeldabhebung klappt, darf übrigens auch Kreditkartenlimit noch nicht erreicht sein. Wer nicht mehr weiß, wie hoch sein Limit liegt, findet entsprechende Informationen für gewöhnlich in den Unterlagen, die ihm mit Erhalt der Karte ausgehändigt wurden. Verbraucher, die eine Prepaidvariante des bargeldlosen Zahlmittels nutzen, haben keinen Verfügungsrahmen. Sie müssen dementsprechend dafür sorgen, dass ihr Kartenkonto gedeckt ist.

Bargeld kostet häufig extra

Wer mit der Kreditkarte Geld abheben will, zahlt unter Umständen mehr, als eine Abhebung per Girocard kosten würde. Anders als bei der Nutzung der EC-Kartei spielt es dabei auch keine Rolle, welchen EC-Automaten der Kunde nutzt. Den endgültigen Preis fürs Bargeld bestimmt das kartenausgebende Unternehmen, meist beläuft er sich auf 2 bis 4 Prozent des abgehobenen Betrages. Unter Umständen wird auch eine pauschale Mindestgebühr fällig, die vor allem kleine Geldabhebungen unverhältnismäßig verteuert. Bei manchen Anbietern ist der Einsatz der Karte am EC-Automaten jedoch gratis, selbst wenn er in einer Fremdwährung erfolgt. Im Gegenzug verlangen sie häufig eine höhere Jahresgebühr als Banken, die keine Grundgebühr fürs Kartenkonto verlangen.

Grundsätzlich aber gilt, dass Reisende außerhalb der Eurozone, die mit der Kreditkarte Geld abheben wollen, am meisten für ihren Nachschub an Bargeld bezahlen. Viele Banken geben die Kosten, die ihnen durch die Umrechnung in eine fremde Währung entstehen, nämlich an ihre Kunden weiter. Je nach Vertragsgestaltung erhöhen sich die Gebühren dadurch um weitere 1 bis 2 Prozent vom Gesamtbetrag. Damit auch eine eventuell geltende Mindestgebühr nicht allzu sehr ins Gewicht fällt, raten Experten Karteninhabern dazu, lieber mehr Geld auf einmal abheben, als sich viele kleine Beträge auszahlen zu lassen.

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