Revolving Kreditkarte

Revolving Card: Flexibel mit Rahmenkredit

Von allen Kreditkartenprodukten verschafft die Revolving Kreditkarte dem Verbraucher die größtmögliche finanzielle Flexibilität. Handelt es sich dabei doch um eine Art Abrufkredit, den der Karteninhaber immer dann in Anspruch nehmen kann, wenn er es wünscht. Dementsprechend erfolgt auch die Rückzahlung nicht auf einen Schlag, sondern in Raten, mit denen der Saldo nur anteilig zurückbezahlt werden muss. Kreditsumme und Stand der Rückzahlung sind bei dieser Variante bargeldloser Bezahlung also stets in Bewegung: sie revolvieren, wie Experten sagen. Der Verfügungsrahmen bemisst sich hierbei nach den Einkünften des Karteninhabers.

Generell sind sowohl die Anforderungen, die der Kunde erfüllen muss, als auch die Risiken die mit einer Revolving Card einhergehen höher als bei verwandten Produkten wie Dispokredit oder Debitkarte.

Unterschiede zu Debitkarten und Dispokredit

Kreditkarten vergleichen

Wie bei allen laufenden Krediten, bekommt der Inhaber einer Revolving Kreditkarte einen Verfügungsrahmen eingeräumt, den er nach persönlichen Bedarf und Belieben ausschöpfen kann aber nicht muss. Dieses Merkmal haben Revolving Cards mit Debitkarte und dem Dispo auf dem Girokonto gemein. Anders als beim Dispo fallen für die Nutzung des vereinbarten Kreditrahmens jedoch normalerweise keine Zinsen an. Sie werden erst fällig, wenn der Saldo zum Stichtag, für gewöhnlich nach Ablauf des jeweiligen Monats, nicht ausgeglichen wird und auch in diesem Fall ist der Nutzer einer Revolving Karte flexibler als der Inhaber einer Debitcard.

Karten mit Debitfunktion sehen einen vollständigen Ausgleich des Saldos zum Ende eines Monats vor. Bei Produkten mit Revolving-Funktion muss der Nutzer seinen Saldo nur zu einem geringen Anteil ausgleichen, beispielsweise zu 5 oder 10 Prozent. Über die jeweilige Höhe der Teilanzahlung kann der Karteninhaber für gewöhnlich selbst entscheiden. Der Rest des Saldos verbleibt auf dem Kartenkonto, ohne, dass er Auswirkungen auf den Kreditrahmen hätte: Der Kunde kann auch im Folgemonat seinen vereinbarten Verfügungsrahmen in vollem Umfang nutzen. Diese Besonderheit macht die Revolving Kreditkarte ebenso beliebt wie riskant.

Hohe Flexibilität, hohes Risiko

Schließlich fallen auf den verbleibenden Saldo je nach Anbieter und Vertrag teure bis teuerste Zinsen an, während das Minus bei reger Nutzung der Karte weiter wächst. Bis sich Gebühren und Schulden so weit summieren, dass sie die finanzielle Leistungsfähigkeit des Karteninhabers übersteigen. Dem wollen Banken vorbeugen, indem sie den Abrufkredit per Karte nur Kunden mit guter Bonität vergeben. Wie umfangreich die entsprechende Prüfung ausfällt, ist von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich. Die Abfrage der Schufa gehört jedoch in jedem Fall dazu. Wer hierbei negativ abschneidet, hat kaum Chancen auf eine seriöse Revolving Kreditkarte. Die Höhe des Einkommens wird hingegen nicht in jedem Fall geprüft.

Bei einigen Banken, die auf einen Einkommensnachweis ihrer Kunden verzichten, hat sich die schrittweise Erhöhung des Kreditrahmens etabliert. In diesem Fall erhält der Karteninhaber zunächst einen geringen Kreditrahmen. Kann er diesen erfolgreich ausgleichen, erhöht sich die maximal verfügbare Summe. Nichtsdestotrotz warnen Verbraucherschützer vor dem allzu sorglosen Einsatz einer Karte mit Revolving Funktion. Wer den flexiblen Kredit im Kartenformat hingegen verantwortlich nutzt und Saldo und Zinsen stets im Auge behält, kann seinen persönlichen Zahlungsverkehr zu Hause und auf Reisen mit entsprechenden Produkten vereinfachen und profitiert außerdem von den zahlreichen Bonusprogrammen und Vergünstigungen, die Banken für Revolving Card Besitzer bereithalten.

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