Teuerste Kreditkarte

Die teuerste Kreditkarte der Welt

Die teuerste Kreditkarte ist nicht einfach nur eine schnöde Plastikkarte in billigem Goldlook. Vielmehr ist diese Karte aus echtem Titan gefertigt und kommt im edlen Schwarzweiß Look daher. Die Rede ist von der American Express Centurion Card, welche seit Ende der 1970er Jahre in den USA eingeführt wurde. Also in Zeiten, als in Deutschland noch die Gold Card als das Maß aller Dinge gehandelt wurde. Erst seit dem Millennium ist diese auch in Deutschland erhältlich.

Preise und Leistungen

Kreditkarten vergleichen

Die Jahresgebühr für die teuerste Kreditkarte beträgt in Deutschland ca 2.000 Euro. Zusätzlich fällt eine einmalige Aktivierungsgebühr von ca. 4.000 Euro an. Angesichts der Vorteile, die der Besitzer damit erhält, ist die Jahresgebühr recht moderat gehalten.

Dem Besitzer wird ein persönlicher Berater bei Amex zur Verfügung bestellt. Dieser Concierge Service kümmert sich auf Wunsch um alle individuellen Belange beim Einkauf und Alltag. Wenn spontan ein Besuch bei einem Konzert eines Superstars ansteht und alle Karten ausverkauft sind, hilft der inbegriffene Event Service. Dieser besorgt Karten und organisiert falls möglich VIP-Treffen.

Damit der Kunde nach dem Konzert nicht in ein gewöhnliches Taxi steigen muss, ist die SIXT Diamond Card auf Wunsch erhältlich. Diese ermöglicht exclusive Upgrades, Extras und Tarife beim Automietservice SIXT.

Des Weiteren ist die Golf Free Card enthalten. Diese ermöglicht bis zu 50 Prozent Rabatt auf Green Fees und Zubehör auf ca. 2.400 Golfplätzen weltweit. Der Meet & Greet Service erleichtert mit vereinfachtem Check-In und Lounge-Zutritt zusätzlich die Reise zu diesen entfernten Golfplätzen. Zuletzt wird für den exclusiven Kunden noch ein umfassendes Versicherungspaket geschnürt. Dieses enthält alle wichtigen Versicherungen für den globalen Jetsetter.

Voraussetzungen und Limit

Die teuerste Kreditkarte hat kein offizielles Limit. Damit steht dem Einkauf des nächsten Kunstwerks bei Sotheby also nichts im Wege. Wer die Amex Centurion Card haben möchte, kann diese leider nicht einfach beantragen. Denn neben einem überdurchschnittlich hohem Einkommen, muss der Anwärter über längere Zeit einen hohen Umsatz mit einer nächstniedrigeren Amex Karte generieren. Der Rest ist Glück, denn die Karte wird nur per Einladung vergeben.

Genaue Zahlen über die genauen Umsatz- und Einkommensvoraussetzungen sind nicht bekannt, aber Amex veröffentlicht unregelmäßig durchschnittliche Fakten über die Besitzer. So müssen die Besitzer mindestens über einen Zeitraum von fünf Jahren mit einer geringwertiger zählenden Kreditkarte 250.000 USD pro Jahr ausgeben. Das Jahreseinkommen wird auf 1.3 Millionen und das Gesamtvermögen auf 16 Millionen Dollar klassifiziert.

Alternativen für die teuerste Kreditkarte

Den Markt für Superreiche wollen natürlich noch andere Mitbewerber bedienen. Daher gibt es noch andere äußerst exclusive Kreditkarten. Im unteren Bereich siedelt sich die VISA Infinite Card ein. Diese hat nur ein tägliches Limit von ca. 15.000 Dollar sowie ein Filiallimit von einer halben Million Dollar. Die Voraussetzungen sind mit einem Jahreseinkommen von 100.000 Dollar relativ gering gehalten. Für die Jahresgebühr von 2.000 Dollar erhält man die ebenfalls in schwarz gehaltene Kreditkarte und Zutritt zum hauseigenen Concierge-Service, Versicherungspaket, ca. 900 Fluglounges und vergünstigte Luxushotels.

Schon deutlich teurer wird es mit JP Morgan Chase Palladium Card. Diese heißt nicht nur so, sondern besteht tatsächlich aus Gold und Palladium. Allein der Materialwert beträgt das ca. 34.000fache einer normalen Plastikkarte. Die Jahresgebühr ist relativ günstig mit knapp 700 Dollar bemessen. Der Weg zu dieser Karte ist steinig, bzw. in diesem Fall goldig. Denn es müssen nach inoffiziellen Zahlen mindestens 25 Millionen US-Dollar vorher an Umsatz generiert werden. Dafür gibt es nach dieser Shopping-Tortur immerhin kein Ausgabelimit mehr. In etwa gleichwertig ist die Dubai First Royale Master Card. Diese ursprünglich nur an die zwanzig reichsten Kunden der Bank verteilten Kreditkarten werden nur per Einladung verteilt. Optisch ist diese Karte Oberklasse. Das Design hält sich in Schwarz und Gold. In der Mitte befindet sich ein von zwei goldenen Araber-Pferden getragener Ring, in dessen Mitte ein echter 0,2 Karat Diamant thront. Die Dienstleistungen enthalten neben dem unbegrenzten Limit einen eigenen Kundenmanager und ein königliches Lifestyle Management.

Fazit

Sicherlich klingen die Vorzüge für die teuerste Kreditkarte eher aus einer anderen Welt. Doch die relativ geringen Jahresgebühren, natürlich in Relation zum Vermögen und Einkommen, können eine echte Ersparnis für den Kunden bieten. Einzelne Services erleichtern das Leben, wie z. B. der Concierge und Event-Service. Diese sind rund um die Uhr für den Kunden da und würden bei einem Einzelunternehmen deutlich teurer sein. Würde man alle einzelnen Services zusammenrechnen, würde man sicherlich auf einen deutlich höheren Preis kommen. Daher kann das Fazit sein, dass diese Karten sich für den Besitzer definitiv auszahlen. Die angebotenen Karten sind eher als Kundenbindung zu betrachten. Denn die Banken sind auf so reiche Kunden angewiesen und versuchen diese mit den exclusiven Karten möglichst lange an sich zu binden. Und das lassen sie sich auch gerne etwas mehr kosten. Wer jedoch nicht zu den Superreichen zählt, findet auch unter den etwas günstigeren Kreditkarten sicher gute Angebote. Und mittlerweile kann auch jeder eine zumindest optisch schwarze Kreditkarte beantragen und diese funktionieren auch weltweit.

Mehr zum Thema